Menu
A+ A A-

Deprecated: Non-static method JApplicationSite::getMenu() should not be called statically, assuming $this from incompatible context in /var/www/web107/html/spirituelle_architektur/templates/gk_startup/lib/framework/helper.layout.php on line 113

Deprecated: Non-static method JApplicationCms::getMenu() should not be called statically, assuming $this from incompatible context in /var/www/web107/html/spirituelle_architektur/libraries/cms/application/site.php on line 272

Betonbau nach Corbusier und das menschliche Maß


Einigen Menschen gilt der französische Architekt Le Corbusier als Schöpfer brutaler Betonbauten, gleichzeitig schätzen Architekten ihn für Projekte wie die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp, 1951–1955.


Wer sich mit dem Werk des Architekten genauer beschäftigt, erkennt seinen virtuosen Umgang mit dem Material Beton. Dieser Werkstoff lässt sich wie kein anderer formen, so dass Rundungen ohne großen Aufwand hergestellt werden können.

Spannung zwischen Material und Form
Le Corbusier nutzt in seiner Architektursprache die Möglichkeit, mit Beton eine starke Spannung zwischen Material und Form zu schaffen. Bemerkenswert ist, dass gerade das Bauen mit dem Werkstoff Beton die Möglichkeit der fließenden Energie bietet und im Erstarrten auch gleichzeitig das Bewegte einen Platz findet.
Im Gegensatz dazu fordert der Werkstoff Holz von jeher den Handwerkern den rechten Winkel ab.

Schweres Material in tanzender Form

Soweit zu den Polaritäten, die jeder Baustoff in sich trägt. Nun hat es Corbusier verstanden, besonders in seinen Innengestaltungen, den Beton intuitiv mit Rundungen zu versehen. Dieser Umstand verschafft unter anderem seinen Bauten noch heute eine Ausstrahlung, die den Architekten und sein Werk nicht in Vergessenheit geraten lässt.

Nachahmer seiner Bauweise waren leider nicht so begabt und so drückt sich die vermeintliche Fortsetzung seines Werkes schon mal in brutalen Betonkästen aus, deren Anblick mit den Jahren aufgrund der Verwitterung unerträglich wird.

Kraft antiker Bauten
Ein zweiter Umstand gibt dem Werk des Franzosen Kraft: Corbusier studierte die Proportionen der griechischen Tempel und gelangte zu der Einsicht, dass all diese Bauwerke den Goldenen Schnitt in sich tragen, welcher sich als Ausgangsmaß die Größe und die Proportion eines Menschen zum Vorbild nimmt.

Der Modulor
Corbusier stellte einen Proportionskanon auf, in dem sich alle Einzelmaße zueinander im Goldenen Schnitt verhalten. Mit Hilfe dieser Proportionen plante er Fassaden, Möbel und Innenräume. Seine berühmte Veröffentlichung „Der Modulor“ dokumentiert seine Studien.

Der Goldene Schnitt eine unendliche Zahl

Der Goldene Schnitt ist eine harmonische Streckenteilung, die in allem, was wächst, zu finden ist. Sie entspricht keiner einfachen Zahlenproportion wie 1 zu 2 oder 1 zu 3. Ihre Proportion ist in der Nähe von 5 zu 8 zu suchen. Aber selbst diese Proportion trifft sie nicht genau.

Zeichnerisch lässt sich der goldene Schnitt sehr leicht konstruieren, wo hingegen er rechnerisch nicht genau definiert werden kann. Hinter dem Komma gibt es eine unendliche Zahlenreihe, die wie ein Herzschlag dieser Proportion gesehen werden kann.

Möchte man also eine Fassade im Goldenen Schnitt teilen, so ergibt nur die geometrische Lösung die genaueste Teilung vor. 

Lesen Sie dazu auch: Befriedung der Energie durch leichte Dissonanz.