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Befriedung der Energie durch leichte Dissonanz

In dem Artikel: „Das Raster: Reicht Ästhetik als Prinzip?" wird darauf hingewiesen, dass die Räume für die Menschen nicht nach der perfekten Geometrie gestaltet, sondern bewusst immer etwas neben der Perfektion gearbeitet wurde.

Kann ein Zahl im Raum wirken?

Bei der Raumhöhe wurde im traditionellen Japanischen Bauen kein Vielfaches des Maßes einer Tatamimatte verwendet, sondern Bezugspunkt der Raumhöhe war der Mensch und seine Proportionen zusammen mit einer Zahl, die im Raum wirken sollte.( Anzahl der Matten)

Nur Gott ist volkommen
In einem Vortrag von Harald Jordan erwähnte dieser, dass Handwerker in frühen Zeiten, zum Beispiel Tischler, nach der Fertigstellung des Möbels eine Macke in das Stück schlugen, da nur Gott das Recht hatte, perfekt zu sein. 

Warum haben unsere Ahnen, denen wir ruhig zutrauen können, dass sie etwas über die Proportionen und die Kraft der Zahlen in der Gestaltung wussten, so viel Wert auf eine kleine Dissonanz gelegt?

Vielleicht ist es die Demut vor der Natur? 

Demut ist kein Thema

In unserer heutigen Zeit, wo die meisten Dinge, mit denen wir uns umgeben in ihrer Ausformung ohne Makel sind, ist für das Unperfekte kein Platz. Der Mensch hat die Demut gegeüber der Natur, den Formen, den Tieren, und seiner Gattung selbst schon abgelegt. Vor wem sollten wir auch unser Haupt neigen?


Wenn das menschliche Ego den Anspruch hat, perfekt zu sein, so vorraussichtlich, um das eigene Mangelgefühl zu überdecken. Können wir uns trauen unperfekt zu sein?

Der Mittelweg bringt das Leben ins fließen

Das Unperfekte steht dem Perfekten gegenüber, beide zusammen ergeben die Summe aller Möglichkeiten, so wie das Yin und das Yang den Kreis füllen. Sprach Buddha von dem Mittelweg, so hat er vielleicht gemeint, sich von den Extremen fern zu halten, damit das Leben ins Fließen kommt.

Aus dieser Betrachtung wird verständlich, welche Verantwortung den Baumeistern und Meistern übertragen wurde, und noch immer wird.

Für den spirituellen Architekten wird es schwierig werden, dem Kunden die leichte Dissonanz nahe zu bringen. Sind wir doch gewohnt, dass wir von perfekten Indurstieprodukten umgeben sind. Am Ende stellt sich natürlich das unperfekte doch ein. Die Jahreszeiten mit ihrer Witterung tun ihr übriges.