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Strohballen als Baustoff

 




Indem wir mit Stroh und Lehm und Kalk und Sand unser Haus bauen, das wir zentral von einem Lehm-Schamotte-Ofen beheizen, sind wir plötzlich an vielen Stellen mit Visionen verbunden, die sonst zu häufig als unerreichbar galten:

- das Stroh wächst im eigenen Land, entstammt direkt dem momentanen Co2-Kreislauf, ist extrem preiswert, bringt als Hauswand zugleich Wandstabilität und perfekte Isolierung und, als wäre dies nicht schon genug, am Ende seiner Lebenszeit (die lange genug dauert, um als dauerhaft zu gelten!) auch noch einfache Verrottbarkeit, um in den Kreislauf zurückzukehren.



Dies im besten Fall, wenn es bei der Verarbeitung mit ebenfalls naturbelassenen Stoffen wie Lehm, Kalk, Sand und Naturpigmenten versehen wurde.  

Dann sind wir bei der Vision angekommen, die ich vor Jahren bei einem Freund in Portugal hatte, auf dessen Land Gebäudereste aus Mauern standen, die direkt der Erde nebenan entnommen waren: schiefrige Gesteinsplatten verschiedener Größen vermörtelt mit dem sie in der Erde umgebenden Lehm. Wenn diese Wand eines Tages zerfällt, dann wird sie zu genau dem, was sie vor der menschlichen Bearbeitung war: zu Erde.



Kommen wir als Mensch eines Tages an unserem Ende an, werden wir auch zu Erde. Darin lässt sich die Verwandtschaft und damit innere Verbindung erkennen, die in diesem Bauen liegt und die für uns dadurch gerade diese rundherum positive Wirkung hat.



Unser ganzes Wesen ist anders angesprochen, wenn es sich in natürlicher Umgebung befindet. Wenn wir nun in dieser Art die uns gemäße Be-Hausung weitgehend selbst und mit Anderen zusammen als Sozialkunstwerk ausführen, so überhöhen wir damit das bloß Natürliche und fügen im positiven Sinn etwas von unserem Mensch-Sein und –Werden hinzu, das dann wiederum als gebaute Umgebung auf uns zurückwirkt. Und wir arbeiten damit weder gegen Naturkreisläufe noch sind wir an dieser Stelle Ausbeuter, sondern borgen uns etwas auf Zeit von der Erde, was sie später wieder zurückbekommt, ohne dass es entwertet wurde.