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vom Selbstverständnis moderner Gestaltung.

......und von der Schönheit

Was für ein Gefühl ergreift sie ganz subtil, wenn sie lesen „Seelenlos hingerichtet..“ - und welches andere Gefühl können sie wahrnehmen beim Lesen der Zeile „..von der Schönheit“? 

 Dieselben unterschiedlichen Gefühle – und noch ein paar Andere mehr – können wir wahrnehmen, wenn wir z.B. verschiedene Gebäude betrachten oder Objekte in unserer Umgebung - Autos, Landschaften, Bilder usw. 

Welche Empfindung fühlt sich besser an, die Erste oder die Zweite?


Wir alle sind, insofern wir sehen können, andauernd visuellen Eindrücken ausgesetzt. Die meisten davon wirken auf uns völlig unbewusst. Sie erzeugen Gefühle und sind so in der Lage, uns in verschiedene Stimmungen zu versetzen.

 Als Menschen haben wir es eigenständig wie wir sind, mehr oder weniger in der Hand, welchen Reizen wir uns aussetzen und welchen nicht. Genauso sind wir in der Lage, durch unser Handeln im Kleinen wie im Großen, unsere Umgebung zu gestalten - sehr augenfällig durch Gebautes. Nun gibt es z.B. beim Betrachten von modernen Gebäuden im Vergleich zu älteren oder alten häufig einen eigentümlichen Unterschied in der Ästhetik. Sie wirken verschieden auf uns, alte Gebäude wirken schön – neue mitunter auch, aber irgendwie anders!

Folge ich diesen feinen Empfindungen so stoße ich auf einen Unterschied zwischen alt und neu. 

  • Alte Bauten sind immer handwerklich (-künstlerisch) gebaut. Sakrale oder anderen Großbauten sind zumeist auf die örtlichen feinstofflichen Gegebenheiten abgestimmt (- Geomantie im Westen, Feng Shui im Osten).
  • Moderne Bauten sind zumeist mit CAD-Programmen an Computern geplant und dann mit technisch perfektionierten Methoden gebaut. Die örtlichen Gegebenheiten sind zweitrangig. Es zählt die Idee.

Der handwerkliche Anteil ist minimiert und verdrängt, zugunsten einerPerfektion, die aus der automatisierten Planung und der technischen und normierten Umsetzung entsteht.

Der wesentliche Unterschied dieser Gegensätze liegt  darin, dass das handwerkliche als unperfekt und damit bei dem Betrachter als menschlich wahrgenommen wird.  Ein solches Bauwerk steht in Bezug zu natürlicher Schönheit.

Diese Kälte der modernen Ästhetik wird von uns wahrgenommen und wirkt auf uns: Sie „lässt uns kalt“ und stumpft unsere Wahrnehmung ab, weil unser seelischer Impuls, der auf die Erfahrung von "Kälte" folgt, einen Schutz in uns aktiviert. Wir verschließen uns vor dieser Wahrnehmung.

Sehr gut lässt sich das oben Gesagte nachvollziehen an Beispielen, die die extremen Unterschiede deutlich machen, wie z.B. Architektur von Hundertwasser oder Gaudi im Gegensatz zu modernen Hochhäusern aus Glas, Metall und Beton.

Man kann diese Anschauung aber jetzt noch erweitern durch den Aspekt, dass sich in der Architektur eben auch die Intention derer abbildet, die es in Auftrag gegeben haben. Wolkenkratzer der Finanzwelt sollen eben himmelhoch aufragen, dabei kühle Eleganz und damit Distanz vermitteln und vor allem - Reichtum und Macht. 
Architektur ist letztlich immer ein meist unbewusst bleibendes Spiel mit unseren Gefühlen.

Wenn es aber darum geht, etwas für uns selbst zu entwerfen und zu bauen, können wir uns vor diesem Hintergrund entscheiden, ob wir etwas technisch-Perfektes oder etwas mehr handwerklich-Unperfektes und damit eben Menschen-gemäßes für uns wollen. 

Beim Bauen der eigenen 4- Wände  haben wir eine großartige Möglichkeit, unsere eigenen Impulse zu erforschen und als Ergebnis persönlicher Entwicklung schließlich unser Inneres im Außen als Gebautes zu verwirklichen. Dieses wirkt dann wieder auf uns zurück.

So gesehen kann Bauen und Wohnen ganz wesentlich als persönlicher Entwicklungsprozess begriffen werden.

Anleitung und einen Einstieg zu diesem Thema finden sie bei unseren Veranstaltungen.

 

Wolfgang Urban

Seidmandsdorfer Strasse 174

96450 Coburg

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