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Schönheit als oberstes Prinzip

Die Frage, was Schönheit ist, lässt sich nicht wirklich klären. Wird ein Vortragender bei der Präsentation seines Entwurfs gefragt, warum er sich für die dargelegte Gestaltung entschieden habe und antwortet er mit dem Satz „weil ich es schön fand“, schlägt ihm zumeist eine Woge von Unverständnis entgegen. Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Oberstes Prinzip
Bei vielen Gestaltern ist Schönheit mit Langeweile verknüpft. Das Schöne bietet der Fantasie keine Möglichkeit, sich zu bewegen. Und doch ist Schönheit, auch im Feng Shui, ein oberstes Prinzip. Ich bemühe mich, von der Schönheit des Menschen auf die Schönheit von Produkten zu schließen, und das Spiel des Geistes berücksichtigen.
Leichte Dissonanz
Nehmen wir das Gesicht des Menschen. Beide Gesichtshälften sind nicht spiegelsymmetrisch und doch sind sie gleich. Hier zeigt sich die Kraft der Schönheit in der leichten gegenseitigen Andersartigkeit.
Der Geist nimmt diese Andersartigkeit wohlwollend wahr, versetzt ihn dieses leichte Ungleichgewicht doch in Bewegung, die feinen Unterschiede zu ergründen.
Die Schönheit unseres Gegenübers, seine  Kraft und Lebendigkeit entstehen  in uns selbst. Indem sich unser Geist bewegt, ist er zum Leben erweckt, und gleichzeitig wird das  Objekt in der Außenwelt belebt.
Die richtige Proportion
Bei der Beratung von zukünftigen Tischlermeistern zum Thema Gestaltung gibt es häufig Fragen nach der richtigen Proportion. Die Schüler merken an, dass Fachkollegen in dieser Frage lediglich auf die Verwendung des Goldenen Schnittes verweisen. So oberflächlich könne man das Thema doch nicht sehen. Doch auch eine tiefere Betrachtung gibt den Fachkollegen Recht. In allem, was uns umgibt auf dieser Welt, ist der Goldene Schnitt zu finden. In Blättern, in Tieren, im Körper des Menschen usw. Alles, was wächst, weist den Goldenen Schnitt auf.
Schlüsse für lebendige Gestaltung
Der Goldene Schnitt ist keine ganzzahlige Proportion, ähnlich wie die Quinte (2/3) oder die Quarte (3/4) in der Musik. Ihr Zahlenwert ist unendlich: 1,6180339...– diese Zahl, die sich endlos in Bewegung befindet, nie zur Ruhe kommt, ist aus meiner Sicht der Schlüssel für eine lebendige Gestaltung.
Im übertragenen Sinne ist es auch hier vorstellbar, dass der Geist in Bewegung gesetzt wird, um ganzzahlige Proportionen in dem Objekt zu suchen. Das unendliche Pendeln des Geistes baut die Spannung auf, die eine lebendige Gestaltung benötigt.
Die wirklich wichtigen Gesetze, so hört man oft, sind einfach.