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Empfangen fördert die Qualität im Bauen

Robert Betz hat sich auf einem Vortrag in Berlin zu dem Thema des Empfangens geäußert. Er brachte als Gegenbeispiel den Spruch: „Geben ist seliger den Nehmen“ Die Frage lautet nun, was hat das Bauen, oder die Qualität eines gebauten Raumes mit dem Empfangen zu tun?

Hier gibt es aus meiner Sicht einen indirekten Zusammenhang.

Beim Bauen gibt der Handwerker Leistungen und nimmt die Entlohnung. Der Bauherr nimmt die Leistungen ab, und gibt den vereinbarten Preis.

In der Praxis wird auch gerne mal aus dem einfachen Prinzip des Nehmens und Gebens ausgestiegen. Die Abnahme wird verweigert. Mängel werden gesucht und "festgestellt". Der Werklohn wird gemindert. Dieser Weg ist sicherlich als sehr fragwürdig einzustufen und verursacht Ärger und Verunsicherung.

Sie finden zum Thema des "richtigen Umgehens mit den Handwerkern" Anregungen, den Umgang mit dem Fachmann in Achtung und Respekt zu gestalten. Folgen wir dieser Vorstellung, so öffnet sich ein weiterer Weg, von der bestehenden Basis des Nehmens und Gebens aus weiterzugehen: Der Weg ins Empfangen.

Das Empfangen stellt sich ein, wenn zwischen allen Parteien Vertrauen herrscht. Im Zustand des Empfangens können Problem beim Bauen genutzt werden, um völlig neue kreative Lösungen zu finden. Das Empfangen wehrt sich nicht gegen eine Abweichung vom geplanten Baugeschehen, sondern nutzt diesen Umstand als Chance, eine neue Lösung zu finden, die dem Bauwerk damit auch mehr Individuelles verleiht.

Probleme beim Baugeschehen können auf Probleme oder Blockaden der Bauherren und oder des Architekten hinweisen. Diese Probleme mit aller Macht auszubügeln ist eine steife, bisweilen gewaltsame Vorgehensweise, die den fließenden Prozess des Lebens und Bauens nicht unterstützt. Finden die Planer und die Bauherren eine empfangende Einstellung dem Bauprozess gegenüber, so wird das Bauen selber die Weiterentwicklung jedes einzelnen fördern und sich im Ergebnis heilend auswirken.