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Spirituelle Architektur





In früheren Zeiten verstand man unter spiritueller Architektur Kirchenbauten. Diese Bauten waren so ausgerichtet, dass die Energie der Fomen, der Materialien und des Bauplatzes den Menschen beeinflusste, ihn anregte, über sich und die Welt nachzudenken. Mit der industriellen Revolution veränderte sich die Gesellschaft radikal. Einzelne Personen gelangten zu großem Reichtum, eine finanziell gutgestellte Mittelschicht bildete sich heraus. Massenweise hergestellte Industrieprodukte traten ihren Siegeszug um die Welt an. In der Architektur wurde diese Entwicklung unter anderem im Bauhaus (Dessau) aufgenommen; Begriffe wie Le Corbusiers „Wohnmaschine“ sind Metaphern auf die Lebensbedingungen im Industriezeitalter.


Umweltprobleme und gesellschaftliche Schocks führen nach und nach zu einem Umdenken, einem Hinwenden zu spirituellen Werten. Populäre Sachbücher verbreiten die Botschaft, dass jeder Mensch Herr seines eigenen Schicksals sei und als Mitschöpfer aufgerufen ist. Auch Menschen, die sich mit dem Bauen beschäftigen, haben teil an dem neuen Bewusstsein, dass die gebaute Umwelt eine Wirkung auf den Menschen hat.







Das alte Wissen der Kirchenbauer wird wieder erforscht. Damit eröffnet sich ein neues Tätigkeitsfeld für Architekten und Handwerker.
Die Sichtweise desjenigen, der die Bauherren in ihren Entscheidungen berät und unterstützt, ist losgelöst von Zeitplänen und Termindruck. Das Grundstück ist für ihn keine Zahl, die eine Maßeinheit angibt. Es ist Gaja, die Erde, die uns trägt und ernährt, und die sich an diesem bestimmten Ort als Individuum zeigt, in seinen Adern, Linien und Bäumen. In spiritueller Perspektive interessieren den Architekten die Grenzen, der Übergang vom Einen zum Anderen, denen er ein gewisses Gewicht einräumt. Er sucht die Mitte des Grundstückes und will das „ Herz“ aktivieren.






Beim Bauen geht es unter anderem um Formen, welche die Räume um die Menschen entstehen lassen:

  • Jede Form wirkt auf den Nutzer, der sich in ihr befindet.
  • Die Proportion der Form ist wie die Melodie eines Liedes, das den Bewohner begleitet.
  • Materialien offenbaren ihre Schwingung in den Raum. Sie sind der Tanz.

Die Dreiheit von Form, Proportion und Material formt den Raum in immer feiner werdenden Schwingungen. Mit einer gebauten Form wird auf den Nutzer in seinem Inneren eingegangen. Fehlende Aspekte können ergänzt, nicht gelebte aktiviert werden.








Wie mit drei Stellschrauben ist das Bauwerk so einzustellen, dass es für den Menschen, der darin wohnt, einen spirituellen Nutzen hat.











Die Einstellung erfolgt durch den spirituell ausgerichteten Architekten, der Sinne in sich wachsen ließ, die ihn dazu befähigen, fühlend und wahrnehmend zusammen mit dem Nutzer die Aufgabenstellung zu entwickeln, um die Parameter festzulegen.

Bräuche wie der erste Spatenstich und das Richtfest werden wieder mit neuem Leben erfüllt und bewusst erlebt. Den Bauzeitenplan übernimmt der Astrologe. Handwerker werden in die Planung eingebunden und für ihre Leistungen geehrt. Die Begleitung hört nicht mit der Fertigstellung der Räume auf. Jahrestage werden gefeiert, die Nutzung der Räume bestimmt.
Spirituelle Architektur begreift das Bauen als „ Sich-selber-Bauen“; sie ist in die Zukunft, auf eine Vision ausgerichtet und fördert das Wachstum der Bewohner.