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Bauen mit Lehm

Aus spiritueller Sicht stellt sich beim Baumaterial die Frage nach der Vergangenheit des Stoffes. Bei Lehm ist es verwittertes Gestein.

Der Weg des Lehms

Lehm ist also von seiner Energie her sehr alt und hat so einige Erdentage erlebt. Für mich repräsentiert Lehm den Alten Weisen unter den Baustoffen. Er hat sich von der Versteinerung hin zur Plastizität entwickelt. Könnte das auch ein Ziel für uns sein? Ich sehe einen gewissen Zusammenhang zwischen dem Weg der Menschen und dem des Lehms.

Lehm als Begleiter 

Als Kinder waren wir vom Lehm fasziniert, er hat das Reich der Fantasie für uns bereitgehalten. Durch Zugabe von Wasser färbte er alles, was von ihm berührt wurde, in seinem warmen Ton ein. Getrocknet schälte er sich in Schichten von selbst wieder von unserer Haut und fiel zu Boden. Feuchtigkeit haucht ihm Plastizität ein und vergrößert sein Volumen, Trockenheit lässt ihn „altern“ und schrumpfen wie einen Greis.

Aus Tradition Lehm
Lehm war schon immer Baumaterial für die Menschen. Er hat die Menschheit begleitet wie das Feuer. Schon die Kelten bewarfen ihre Bauten von innen und außen mit einem Gemisch aus Strohhäcksel und Lehm.
Zusammensetzung 

Lehm bildet den obersten Bereich der Erdkruste. Er besteht aus den verschiedenen Korngrößen Kies, Sand, Schluff und Ton. 

Der Kreislauf wird nie enden

Der Weg des Baustoffs Lehm ist mit dem Verbauen in einem Bauwerk noch lange nicht zu Ende. Er ist ein wiederverwendbarer Baustoff und nicht teuer zu entsorgen.

Lehm reguliert
Die Energie von Lehm ist eine ausgleichende. Lehm ist in der Lage, schnell Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und auch bei Bedarf, z. B. bei trockener Heizungsluft, wieder abzugeben. Dadurch steigt die Luftfeuchte in Innenräumen selten über 45 bis 55 Prozent. Bei dieser Feuchtigkeit trocknen unsere Schleimhäute nicht aus und die Feinstaubbildung ist reduziert. Schimmelbildung tritt erst bei 80 Prozent Luftfeuchte auf.

Lehm als Heilerde
Leidet ein Pferd an einem Hufgeschwür, so las ich, ist das in den Huf gebohrte Loch (so kann der Eiter abfließen) mit Lehm zu versiegeln. Die im Lehm enthaltenen Tonminerale sind in der Lage, Fremdstoffe und Schadstoffe zu binden. Lehm „reinigt“ sogar die Raumluft.

Lehm als Wärmespeicher
Da Lehm von seiner Masse her zu den schweren Baustoffen gehört, ist er natürlich ein guter Wärmespeicher und absorbiert auch den Schall. Wie auch Stein gibt er die Wärme gleichmäßig und langsam ab.

Lehm gedacht für die heutige Zeit
Lehm ist elektrostatisch neutral. Lehmputze laden sich nicht auf und ziehen somit nicht unnötig Staub- und Schmutzpartikel an. Durch seine hohe Dichte reduziert Lehm auch deutlich die Belastung durch Elektrosmog oder Funkstrahlung.

Lehm in Symbiose mit Holz 

Lehm, das wissen wir noch aus unserer Kindheit, hinterlässt dann doch ein unangenehmes Gefühl unter den Fingernägeln, wenn er endlich abgetrocknet ist. Beim Bauen, in Verbindung mit Holz, bietet dieser Effekt des Lehms einen Schutz für das Holz. Hölzer, die man in Verbindung mit Lehm einbaut, werden trocken gehalten. Steigt die Holzfeuchte, so transportiert der Lehm die Feuchtigkeit weg vom Holz und sorgt dafür, dass dieses nicht von Pilzen und Insekten befallen wird. Mit diesem Schachzug kann auf das chemische Imprägnieren von Holz verzichtet werden.

So weit mein Loblied auf den Lehm...

Was Sie bedenken sollten

Auf der anderen Seite ist darauf hinzuweisen, dass Lehm für die Verarbeitung eine Menge Energie benötigt. Vielleicht ist das die Energie, die später wieder in die Räume strahlt. Im besten Fall erbringen Sie die Energie mit menschlicher Kraft:-)